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Vodafone wird Strahlung in Tannroda messen
Unterschriftensammlung FÜR
die Mobilfunkanlage läuft
(2002-02-19 |
18:27 | br)
Tannroda/Bad
Berka (itn) - Der nun bereits seit
Wochen schwelende Streit um die
Mobilfunkbasisstation von D2 Vodafone in Tannroda reißt nicht ab.
Trotz Protesten mehrerer hundert Einwohner wurde die Anlage
am 16. Januar
nun endgültig in Betrieb genommen. Gegenüber stehen sich nun die
Befürworter des Sendemastes (vor allem aus
wirtschaftlicher/gewerblicher Sicht) und die Gegner, die eine
Gesundheitsgefährdung durch die Strahlung befürchten.
In der
Stadtratssitzung in Bad Berka am 4. Februar stellte
der Tannrodaer Frank Metzger (CDU) den Antrag, Pachtvertrag
mit dem Mobilfunkanbieter wieder zu lösen und die Einnahmeposition
"Pacht aus Mobilfunkanlage" im Haushalt zu streichen.
Der Vertrag hat eine Laufzeit von 20 Jahren und bringt monatlich 230
Euro Pacht ins Stadtsäckel. Hauptamtsleiter Helmut Zenker bezifferte den aus einer
außerordentlichen Kündigung für die Stadt entstehenden Schaden
allerdings mit bis
zu 200.000 Euro. Beide Anträge Metzgers wurden schließlich abgelehnt
und nach teilweise kontroversen Diskussionen einigten sich die
Stadträte darauf, einen Sondersitzung zu diesem Thema einzuberufen.
Vorher sollen jedoch Messungen der Strahlenbelastung durchgeführt
werden und diese Informationen dann in der Sitzung zur
Entscheidungsfindung heran gezogen werden.
Die von D2 Vodafone bereits zur
Informationsveranstaltung am 8. Januar angebotenen
Messungen werden nun definitiv am 4. März, ab 13 Uhr an verschiedenen
Messpunkten im Ortsteil Tannroda erfolgen. Wo genau, wird der
Ortschaftsrat in einer nichtöffentlichen Sondersitzung festlegen, so Ortsbürgermeister Theo Bloß im Gespräch mit ITN.
Seine Vorschläge für
die Messpunkte sind bisher die unmittelbare Umgebung des Burgfriedes/der
Antenne, die Grundschule, der Kindergarten, das Ende der Siedlung
(Ortsrand Richtung Rittersdorf), Bad Berkaer Strasse (Ortsrand
Richtung Bad Berka) und der Markt (Ortsmitte).
"Die Gegner der Antenne werden wir mit
den Ergebnissen dieser Messungen sicher auch nicht überzeugen", gibt Hauptamtsleiter
Helmut Zenker zu. "Aber ein gutes Stück
Aufklärungsarbeit leisten wir damit allemal."
Frank Metzger als Sprecher der Bürgerinitiative hofft auf die Wirkung
des persönlichen Erscheinens möglichst vieler Antennen-Gegner zur
Sondersitzung des Stadtrates: "300 Menschen etwas ins Gesicht zu
sagen, ist nicht so einfach, wie 300 Protestschreiben in die Schublade
zu legen".
Sein Fraktionskollege Lothar Stark macht indes Ernst mit der
geplanten Unterschriftensammlung für die Antenne. Bisher seien
immer nur diejenigen gehört worden, die gegen die Antenne seien. Das
verzerre das Meinungsbild im Ort, so seine Meinung zum Thema.
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