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Bürger wollen die Ämter weiter im Rathaus haben 600 Unterschriften gegen den Umzug der Stadtverwaltung
Die Bürger wollen erreichen, dass Bürgermeisteramt und Teile der Stadtverwaltung weiter im Rathaus ihren Sitz haben - wie das bereits schon seit Jahrhunderten Tradition sei. Als Argumente führen sie ins Feld, dass Unterhalt und Sicherung des sonst bald leer stehenden Rathaus genausoviel Geld kosten würden, wie der Umzug ins Amtsgericht. Die Würfel für den Umzug sind allerdings bereits gefallen: Die Stadtratsausschüsse gaben bereits ihr okay und auch der Auftrag ist bereits vergeben.
Der Beauftragte der Stadt, Peter Leibfried, zeigte gegenüber der Thüringer Allgemeinen "Verständnis für die Interessenlage" der kritisierenden Bürger, betonte allerdings, dass die Entscheidung "ein Gebot der Wirtschaftlichkeit" gewesen sei. Das Amtsgericht war in den letzten Jahren mit großem Aufwand saniert und für die effektive Behördenarbeit vorbereitet worden. Der zentralen Nutzung des Computernetzwerkes und Büromaschinen wie Kopierer und Faxgeräte steht somit nichts mehr im Wege. Um die gleiche Effektivität im Rathaus zu erreiche, müsse dieses erst ebenso kostenaufwändig wie das Amtsgericht modernisiert werden, gab Leibfried zu bedenken. Auch die Wege für den Bürger sollen sich so verkürzen - schließlich muss er nur noch in einem Gebäude die Amtsstuben aufsuchen. Gänzlich leerstehen wird das Rathaus auch nach dem Umzug nicht. Der Kontaktbereichsbeamte der Polizei zieht in die untere Etage und auch das Trauzimmer bleibt im Gebäude. Weiterhin sollen natürlich auch die Sitzungen des Stadtrates weiter dort stattfinden. |
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