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Knecht Ruprecht kam zu Pferde 11. Weihnachtsmarkt in Kranichfeld
Zwischen festlich geschmückten Bäumen stehen die Stände dicht an dicht. Neben Händlern mit Schnitzereien, Weihnachtsschmuck, Textilien, Musik, Spielzeug, Büchern, Wein, Honig und Thüringer Wurst, boten auch örtliche Vereine ihre Produkte feil. Die Schützengesellschaft hatte statt der Böller die Gulaschkanone geladen und die Sportvereine der Spielvereinigung kredenzten Glühwein, Kindergrog und Fischbrötchen. Bei den Kegeldamen konnten sich Kinder auch schminken lassen.
Eröffnet wurde das Spekakel bereits um 10 Uhr und um 12 Uhr spielte der Posaunenchor Kranichfeld und Ritterdorf weihachtliche Weisen. Das Warten auf den Weihnachtsmann wurde den Kindern in diesem Jahr überhaupt nicht lang, denn zum wohl ersten Mal in seiner Kranichfelder Karriere traf Knecht Ruprecht gut 20 Minuten vor seinem angekündigten Auftritt ein. Spektakulär war sein Einzug aber allemal - kam er doch diesmal hoch zu Ross geritten. Begleitet von seinen Engeln und der Rosenkönigin verteilte Weihnachtsmann "Ernst" mehr als 250 Päckchen an die kleinen Gäste. Allerdings gab er kein Geschenk ohne Gegenleistung heraus und lies auch mal die Rute sprechen. So geschehen bei einem "großen" Kind von 14 Jahren, dessen Mutter sein Beteuern des "Bravseins" mit mehreren Gegenargumenten torpedierte. Auf die Beschwerde des Flunkerers nach der Rutenbehandlung entgegnete der rotberockte Mann schmunzelnd: "Ich habe auch mein Leben lang die Rute gespürt und bin trotzdem Weihnachtsmann geworden."
Diese mussten allerdings in diesem Jahr erstmals in den neuen Kindergarten ausweichen - das Baumbachhaus war nämlich so "proppevoll", dass sogar Beate Becker ihre Märchenstunde diesmal in einen umgebauten "Bau-/Märchenwagen" aufführen musste. Die Kranichfelder Grundschüler hatten wieder Weihnachtsbäume geschmückt und führten die Puppenspiele "Hänsel und Gretel" und "Die Fahrt zum Mond" (ebenfalls im neuen Kindergarten) auf. |
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