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Gerhard Schröder auf Stippvisite in Apolda Steuerzahlerbund kritisiert Kanzlerbesuch auf Steuerkosten
Mit Unverständnis reagiert die Vorsitzende des Bundes der Steuerzahler in Thueringen Elfi Gründig, die dem Kanzler den Besuch an sich missgönnt: “Es ist seine Privatsphäre, die soll es auch bleiben, aber dann möchte er bitte auch dafür den entsprechenden Betrag in die Haushaltskasse des Bundes einzahlen.“ So Gründig gegenüber ANTENNE THÜRINGEN. Ein Sprecher der Bundesregierung hält den Vorgang dagegen für völlig legitim, schließlich habe sich der Kanzler auch in der Vergangenheit mehrfach für die Kunst in Deutschland eingesetzt. Der Besuch gehöre somit zu seinen Amtsgeschäften rechtfertigte er den Ausflug im Gespräch mit dem Thüringer Radiosender.
Den Zaungästen vor dem Kunsthaus war dieser Hintergrund allerdings eher egal. 250 Schaulustige säumten die Straßen, als der Kanzler um 17.50 Uhr schliesslich eintrifft. Dicht umringt von Sicherheitsbeamten winkt er den Glockenstädtern zweimal kurz sagt, wirft ein "Alles Gute" in die Menge und verschwindet im Kunsthaus. Drinnen schreibt er "Der Stadt und ihren Bürgern alles Gute" ins Goldene Buch, Michael Müller setzt das Datum drunter. Der Bürgermeister schenkt zwei Apolda-Bücher und einen Bierkrug mit dem Rathaus drauf. Schröder macht der Stadt ein Kompliment: Apolda sei auch über die Aktivität des Kunstvereins hinaus ein Leuchtturm. "Wer hier ausstellen will, muss Qualität liefern - sonst wird er nicht vorgelassen." Kaum eine Stunde später ist die Ausstellung eröffnet und die Ansprachen sind Geschichte. Entgegen den innigen Wünschen der Sicherheitsbeamten steigt der Kanzler nicht gleich in seinen schwarzen BMW mit dem Kennzeichen HI-MA 572 sondern nimmt noch ein kurzes Bad in der Menge. Einige Autogramme, ein paar Hände schütteln - auch Landrat Hans-Helmut Münchberg bedankt sich, wünscht: "Alles Gute und gute Fahrt." |
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