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Vermutlich Brandstiftung Bad Berkas Feuerwehr im Großeinsatz an der Alten Mosterei/Martinswerk bei München
Das Haus ist seit vergangener Woche nicht mehr bewohnt und war verschlossen. Was für die ehemalige alleinstehende Bewohnerin ein Glück war, veranlasste aber den Einsatzleiter, Stadtbrandinspektor und Wehrleiter Wolfgang Wambutt, zum gewaltsamen Aufbrechen der Haustür.
Von innen drangen sofort beißende Rauchschwaden nach draußen, die durch ein Gebläse abgesaugt wurden. Bereits im Flur bot sich den mit Einsatzkräften das Bild einer wilden Mülldeponie. Mit Atemschutz, Tragkraftspritze und Scheinwerfern ausgerüstet meldeten die Tannrodaer Feuerwehrleute Uwe Gerstenberger und Lutz Enders um 17.35 Uhr: "Feuer gelöscht" an die Einsatzleitung.
Ingesamt waren vier Löschzüge, zwei Mannschaftstransporter und eine Drehleiter der Feuerwehren Berka und Tannroda vor Ort. Da nur Unrat brannte, entstand nach ersten Schätzungen nur geringer Sachschaden in Höhe von etwa 1000 Euro.
Hintergrund Das Betriebsgelände der ehemaligen Martinswerkes (Herstellung von Pappen) war bis zum 31.01.1991 Sitz eines staatlichen Mostereibetriebes und wurde danach vom Tiefengrubener Udo Pfotenhauer bis Ende November 1995 privat weitergeführt. Er gab wegen ungeklärter Eigentumsverhältnisse die Saftherstellung an diesem Standort schließlich auf und zog mit dem Betrieb nach Tiefengruben. Seit dem stand das Betriebsgelände - bis auf das o. g. Wohnhaus - leer. Dort lebte eine alte Dame im rüstigen Alter von über 80 Jahren, die vor kurzem in ein Altersheim gezogen ist. Gerüchten zufolgte gibt es bereits seit mehreren Jahren Streit um die Eigentumsverhältnisse des ehemaligen Betriebes - es ist von einer Erbengemeinschaft mit deutschen und amerikanischen Erben die Rede. Ob der heutige Brand damit in Verbindung steht, wird nun die Polizei klären. Am Tatort wurden zahlreiche Spuren gesichert, die aus aktueller Sicht der Polizei durchaus zum vermutlichen Täter führen können. |
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