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Tegut will "Geschütze auffahren" Weiter Wirbel um Neubau des Diska-Marktes in Kranichfeld
Die Stadt will den Kaufvertrag für das Gelände des ehemaligen Leuchtenbau noch im Januar unter Dach und Fach bringen - die Genehmigung des Bauantrages wird für Ende März erwartet. Unmittelbar nach dem vom Investor Edeka finanzierten Abriß und der Beräumung des Geländes soll der Neubau des Marktes noch im April beginnen.
Ganz und gar nicht abfinden mit einem dritten Markt in Kranichfeld will sich damit aber die "tegut"-Zentrale in Fulda. Deren Filiale in Kranichfeld wird von Renate Trautmann betrieben und erwartet Umsatzrückgänge durch den Konkurrenten vor der Haustür. Der Verantwortliche für Standortplanung der Konzern-Zentrale, Karl Hepp, kündigte an, rechtliche Schritte einzuleiten und "Geschütze aufzufahren". Am Donnerstag, 23. Januar, will er sich deshalb mit mehreren Stadtratsmitgliedern und Gegnern des umstrittenen Bauprojektes treffen. Interessenten-Anfragen für Nachbargrundstücke lassen Bauamtsleiter Karsten Kästner auf einen "Synergieeffekt" hoffen. Dagegen steht die Meinung von VG-Chef Wolf-Ludger Schlotzhauer, der die Sorgen der kleinen Händler in der Innenstadt kennt und für die es nun durch einen Discounter am Ortsrand noch schwerer wird, zu überleben. Immerhin soll Diska bereits angekündigt haben, seine Artikel bis zu 30 Prozent unter den Preisen der Mitbewerber verkaufen zu wollen. Wenn REWE und tegut hier mithalten wollen, müssen Einsparungen oder besserer Service her. Für was sich die Marktleiter entscheiden werden, liegt in Zeiten von hohen Lohnnebenkosten wohl auf der Hand. Aber immerhin habe "das Arbeitsamt schon einer der Stundenkräfte im tegut geraten, sich doch bei Diska zu bewerben", so Marktleiterin Renate Trautmann sauer, die ihre Hoffnunge noch nicht begraben hat, den Neubau noch stoppen zu können. |
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