|
||||||||||||||||||
|
Home
Das Mittlere Ilmtal Ausflugsziele
|
Bürgermeister wird kein Hauptamt mehr sein Stadtrat in Kranichfeld entscheidet sich für ehrenamtliches Stadtoberhaupt ab Mai
Als Vorteil der ehrenamtlichen Besetzung führten die befürwortenden Fraktionen (CDU, FDP, Pro Kranichfeld) die dann mögliche parallel verlaufende Amtszeit des Bürgermeisters mit dem Stadtrat an. Beide Amtszeiten würden im Mai 2004 enden und auch gemeinsam wieder neu beginnen. Im Ergebnis dessen sehe man die beste Basis für eine optimale Zusammenarbeit des Stadtoberhauptes mit dem politischen Gremium des Stadtrates, so Pletat. Auch der Kostenfaktor spielte bei der Entscheidung eine nicht zu unterschätzende Rolle. Während ein hauptamtlicher Bürgermeister mit 60.000 Euro Jahresgehalt zu Buche schlägt, fallen bei einem Ehrenamt lediglich 1360 Euro monatliche Aufwandsentschädigung an. Nicht zuletzt kommt die Stadt damit der ohnehin schon lange bestehenden Forderung der Kommunalaufsicht nach einer Haushaltskonsolidierung in diesem Punkt nach. Mit ihren Bedenken, dass ein ehrenamtlicher Bürgermeister mit der Vielzahl der Arbeiten überlastet wäre, stand Stadträtin Helke Henkel nicht allein. „Wenn wir einen ehrenamtlichen Bürgermeister wählen, ist für mich die Stadt Kranichfeld zum Dorf erklärt.“ Auch Klaus Stößel (PDS) konnte sich mit der Argumentation der anderen Fraktionen nicht anfreunden. Er warnte vor einer möglichen Gebietsreform in der Zukunft, vor der man seine Position nicht selbst schwächen sollte. „Wir sollten den letzten Faustpfand, den hauptamtlichen Bürgermeister, nicht aus der Hand geben.“ Fast schon versöhnlich klang nach dem Beschluss pro Ehrenamt das Angebot des Bürgermeisters, seinen Nachfolger als Pilotprojekt zu sehen und im von der Oppostion befürchteten Fall der Überlastung wieder zur hauptamtlichen Lösung zurückzukehren. „Bei Bedarf kann die Hauptsatzung im nächsten Jahr wieder entsprechend geändert werden.“ Überraschend: Obgleich der Brisanz des Themas fanden nur fünf Gäste den Weg in die öffentliche Sitzung des Stadtrates. |
|||||||||||||||||