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Justizausschuss berät zu Standort für Jugendstrafanstalt und Sicherungsverwahrung
Wie Wetzel sagte, „ist Thörey nach Lage und Infrastruktur und hinsichtlich der Kosten eindeutig der geeignetste Platz. Wir hoffen, dass die Gemeinde nun zügig die erforderliche Zustimmung erteilt, damit die unhaltbaren Zustände in Ichtershausen schnell der Vergangenheit angehören.“ Abgeschlossen hat der Ausschuss die Beratungen zum Thüringer Gesetz über die Unterbringung besonders rückfallgefährdeter Straftäter. Nach dem Entwurf soll es möglich sein, nachträglich durch Gerichtsbeschluss eine Sicherungsverwahrung anzuordnen, falls sich während der Haft oder im Maßregelvollzug herausstellt, dass ein inhaftierter Ersttäter als besonders rückfallgefährdet anzusehen ist.
Die Oppositionsfraktionen haben sich generell gegen diesen Weg ausgesprochen, weil sie das Land entweder als nicht zuständig ansehen oder die nachträgliche Sicherungsverwahrung unter menschenrechtlichen Gesichtspunkten für unverhältnismäßig halten. Die Ausschussmehrheit teilt diese Bedenken nicht, hat jedoch den Gesetzentwurf präzisiert. Wetzel nannte zwei Punkte: „Als Gutachter kommen nur Fachleute in Betracht, die vorher mit dem Fall nicht als Therapeuten befasst waren und unvoreingenommen sind. Außerdem ist die Frist auf sechs Monate begrenzt worden, in der ein Gericht nach dem Ende der Haftzeit über die nachträgliche Sicherungsverwahrung entscheiden muss.“ Es gehe der Mehrheit um den Schutz der Bevölkerung vor Tätern, die mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nach der Entlassung wieder schwerste Straftaten gegen Leib und Leben anderer begehen. Vertagt hat der Justizausschuss die Beratungen über verschiedene Anträge zur Entschädigung von Abgeordneten und Bezahlung von Ministern. Laut Wetzel sind verfassungsrechtliche Vorfragen zu klären. Ebenfalls vertagt haben die Abgeordneten Anträge der Oppositionsfraktionen zur Änderung des Thüringer Ministergesetzes. „Dazu hat die Landesregierung im Ausschuss angekündigt selbst einen Entwurf für eine Novelle vorlegen zu wollen“, so Wetzel. |
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