|
||||||||||||||||||
|
Home
Das Mittlere Ilmtal Ausflugsziele
|
Klassenleiterstunde und Schuleingangsphase Bildungsausschuss nimmt Entwurf für neue Schulordnung kritisch unter die Lupe
Nach den Worten der Ausschussvorsitzenden erörterten die Abgeordneten mit der Landesregierung abermals die Verankerung der sogenannten Klassenleiterstunde. „In der Verordnung ist sie nicht vorgesehen. Sie soll nach Auskunft der Landesregierung durch Erlass geregelt werden. Das ist Abgeordneten der Oppositionsfraktionen zu wenig verbindlich“, erläuterte Stangner.
Eine weitere Kontroverse hat es zur Rolle der Schulkonferenz bei der Festlegung der Unterrichtszeiten gegeben. Nach Angaben der Ausschussvorsitzenden verlangt der Verordnungsentwurf hier nur, das Benehmen mit der Schulkonferenz herzustellen, in der Lehrer, Eltern und Schüler zusammenwirken. „Auch hier meint die Opposition, dass die Schulkonferenz verbindlichen Einfluss auf die Unterrichtszeiten nehmen können soll“, so Stangner. Umfangreichere Debatten habe es zur Schuleingangsphase gegeben. Sie umfasst die ersten beiden Schuljahr und kann ggf. auf ein Jahr verkürzt oder um eines verlängert werden. Strittig ist nach den Worten den Ausschussvorsitzenden unter anderem geblieben, ob im letzten Halbjahr vor der Versetzung nach Klasse drei neben verbalen Beurteilungen auch Noten vergeben werden sollen, wie es der Verordnungsentwurf vorsieht. Weitere Fragen ergaben sich zu den in Klassenstufe sieben und acht vorgesehenen Praxisklassen. Sie sollen Schüler, die laut Gesetz einer „praxisbezogenen Förderung bedürfen“, erfolgreich zu einem Abschluss der Regelschule führen. Stangner fasste zusammen: „Die Opposition hat unter anderem hinterfragt, ob es in jedem Fall erforderlich sein muss, dass ein Schüler die sechste Klasse erfolgreich absolviert hat.“ Erstmals hat sich der Ausschuss mit den BA- und MA-Studiengängen für das Lehramt an der Universität Erfurt befasst. Wie die Ausschussvorsitzende sagte, ist die Frage, wie die Studiengänge aussehen werden, „noch nicht spruchreif“. Die Landesregierung habe im Ausschuss lediglich Anforderungen formuliert und es lägen erste Entwürfe der Universität Erfurt vor. Stangner dazu wörtlich: „Zentrale Forderung ist danach die Integration von fachlichen und pädagogischen Modulen in allen Studienphasen. Überdies soll ein Kerncurriculum für Fachdidaktik und Erziehungswis-senschaften entwickelt werden. Erst wenn diese und weitere Fragen geklärt sind, ist klar, ob die Studiengänge anerkannt werden können.“ |
|||||||||||||||||