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Nach wie vor kein Landesentwicklungsplan SPD-Fraktion beklagt Chaos in der Landesplanung
Doht beklagte, dass das Kabinett trotz dieser offensichtlichen zeitlichen Verzögerungen Entscheidungen treffe, die den Vorgaben für den neuen LEP völlig entgegenstünden. So habe die Regierung nach Ansicht von Doht mit der Reform der Katasterverwaltung eine Schwächung der Ober- und Mittelzentren hinsichtlich ihrer Funktion beschlossen. Der LEP sehe jedoch ausdrücklich eine Straffung des sogenannten "Zentrale-Orte-Systems" vor. Es besage, welcher Ort welche Funktion innerhalb bestehender Strukturen habe bzw. künftig haben solle.
Besonders vor dem Hintergrund sinkender Bevölkerungszahlen und der damit verbundenen, immer knapper werdenden finanziellen Ressourcen sei eine auf Nachhaltigkeit und wirtschaftliche Effizienz gerichtete Landesplanung unabdingbar. Auch die Förderinstrumente des Landes hätten sich daran zu orientieren. Doht kritisierte in diesem Zusammenhang die Förderpolitik des Wirtschaftsministeriums, wo man auch weiterhin auf das "Gießkannenprinzip" setze. Die Politikerin verwies zudem auf eine Großveranstaltung des Gemeinde- und Städtebundes im Dezember 2002, wo es eine breite öffentliche Diskussion zu den Vorgaben des neuen LEP gegeben habe. Ihres Wissens nach sei ein dort entstandenes Papier jedoch nicht zur Abstimmung im Kabinett gekommen. Die SPD-Fraktion fordert die Landesregierung nochmals auf, endlich einen abgestimmten, anhörungsfähigen Entwurf des LEP vorzulegen. |
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