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Komprimiss aus alt und neu in Sicht? Gymnasium Bad Berka kämpft weiter um die Neumöblierung der sanierten Schule
Schüler, Lehrer und Eltern haben sich nach zwei offenen Brief an Kreistag, Landrat und Bürgermeister am Montagabend an den Finanzausschuss der Kurstadt gewandt. Sie wollen sich nicht mit der Tatsache abfinden, dass das Gymnasium zur Konsolidierung des Kreishaushaltes beitragen soll. „Es ist nicht unsere Schuld, dass dieser Haushalt nicht ausgeglichen ist. Wir kämpfen für die Zukunft unserer Kinder“, sagte Andreas Witzleb, der Vorsitzende des Gymnasienfördervereins.
Dem Vorschlag der Schulvertreter, ähnlich dem Finanzierungsmodell für den geplanten Neubau der Sporthalle zu verfahren und den gestrichenen Kreisanteil der Schulmöbel vorzufinanzieren, konnte der Ausschuss allerdings nicht zustimmen. „Wir sind kein Kreditinstitut“, machte Bürgermeister Klaus Lutterberg den Antragstellern klar. Nicht nur, das auch die Stadt mit der neuen Sporthalle an die Grenzen ihrer finanziellen Belastbarkeit stoße, auch die Zuständigkeit sei nicht gegeben, denn „Schulträger ist der Kreis.“ Trotzdem habe man schon Gespräche mit dem Kreis geführt, könne diesem aber seine Finanzpolitik nicht vorschreiben, erläuterte Lutterberg seine bisherigen Bemühungen. Nach einstündiger Diskussion waren sich die Ausschussmitglieder dann jedoch fraktionsübergreifend einig, Hilfe leisten zu wollen. Nun sollen in der Verwaltung kurzfristig die rechtlichen und finanziellen Möglichkeiten dazu geprüft werden. Allerdings können die Antragsteller nicht darauf bauen, dass die Stadt für den kompletten gestrichenen Kreisanteil aufkommt, vielmehr wird es wohl auf einen Kompromiss zwischen neuen und übernommenen alten Möbeln in den 15 auszustattenden Unterrichtsräumen hinauslaufen. Genau Zahlen können aber erst auf den Tisch, wenn das Gymnasium seinen tatsächlichen Bedarf nochmals genau kalkuliert habe. Voraussetzung dazu ist die Prüfung, welches Mobiliar (auch mit Reparaturen) noch verwendbar sei und was unabdingbar neu angeschafft werden muss. Trotz kontroverser Meinungen hat die Ausschusssitzung allen Beteiligten eine Annäherung gebracht. „Wir müssen uns alle gemeinsam als Bad Berkaer für unsere Schule stark machen“, so der Aufruf von Grundschullehrerin Christine Taubner.“ Den nächsten Schritt dazu gehen Schüler, Lehrer und Eltern am heutigen Nachmittag. Um 14.00 Uhr wollen sie mit einer Demonstration vor dem Rathaus öffentlich auf ihre Situation aufmerksam machen, bevor sie am Donnerstag auch in Pfiffelbach vorstellig werden wollen. Dann will der Kreistag über den Doppelhaushalt 2003/2004 abstimmen. |
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