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Unionsregierte Länder wollen Ganztagsschulprogramm blockieren:
114 Millionen Euro für Thüringen nicht aufs Spiel setzen
(2003-02-26 | br)
Erfurt (itn/spd) - Als "Fundamentalopposition zulasten der Kinder" kritisiert Hans-Jürgen Döring, bildungspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, die jüngsten Äußerungen des bayerischen Kultusministers Hans Zehetmair. Zehetmair hatte angekündigt, die unionsregierten Bundesländer würden sich am Ganztagsschul-Programm des Bundes nicht beteiligen. "PISA hat eindeutig gezeigt, dass wir zur Verbesserung der Bildungsqualität dringend mehr schulische Ganztagsangebote in Deutschland brauchen", sagte Döring. "Darüber herrscht zwischen Bildungsexperten und Bürgern Einigkeit." Für ihn sei die Verweigerungshaltung der CDU/CSU gegenüber dem 4-Milliarden-Angebot der Bundesregierung nicht nachzuvollziehen.
Döring forderte die Thüringer Landesregierung auf, sich nicht in die Oppositionsfront der Unionsländer einzureihen. "Für Thüringen stehen 114 Millionen Euro auf dem Spiel", erklärte der Bildungspolitiker. "Jeder Schulträger könnte vom Bund etwa 5 Millionen Euro bekommen, jede förderfähige Schule in Thüringen durchschnittlich 126.000 Euro". Es könne nicht im Sinne der Thüringer Schulentwicklung sein, derart hohe Summen aus parteitaktischen Erwägungen einfach abzulehnen.
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