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Geldkoffer für die Stadt Kranichfelder Narren übernehmen die Macht im Rathaus
Unter anderem machte die lustige Truppe bei Neumann Bauelemente, Zahnarzt Renelt, am Baumbachhaus, im Kindergarten und der Schule Station, verteilte Süßigkeiten und erheiterte die Gemüter mit Faschingsgesang. Um 11.11 Uhr war es dann auch in der Zwei-Burgen-Stadt soweit - die Narren stürmten das Rathaus und übernahmen die Macht im Amtssitz der Verwaltung.
Vorher gab es noch ein kleines Ständchen für das Verwaltungsgeburtstagskind Frau Jakob im Vorzimmer des VG-Vorsitzenden. Während der folgenden Audienz im Sitzungssaal wurde Bürgermeister Gerhard Pletat nicht nur der Titel "Verdienter Volkskünstler" sondern auch noch der Ratsorden verliehen. Zu gleicher Ehre kamen auch Kulturchefin Gudrun Hoffmann und die Haus- und Hof-Fotografen des "Faschingsklub Kranichfeld - FKK", Jürgen Schöer und Matthias Beck. Überhaupt tat sich der Elferrat schon am Freitag und nun auch am Rosenmontag ziemlich freigiebig bei der Vergabe von Auszeichnungen. Man merkte, dass es jede Menge aufzuholen gab, schließlich war die fünfte Jahreszeit in den letzten Jahre sehr ruhig in Kranichfeld gewesen.
Im kurzen Resümee über die Veranstaltung am Freitag lies Nauber die alten Zeiten wieder aufleben, als bereits zur Gründung des Elferrates in den sechziger Jahren, Jecken am Rosenmontag durch die Straßen zogen. Dann habe der Wagen gegenüber dem Rathaus beim ehemaligen Gemischtwarenladen "Benkenstein" gehalten und man sei ins Rathaus einmarschiert. "Wir haben heute auch diese Tradition wieder aufleben lassen" schmunzelte das Kranichfelder Urgestein schmunzelnd und legte gleich noch eine Anekdote nach. Einmal sei sogar ein "Getränkeschutzweg" von dort zum Rathaus angelegt worden, berichtete Nauber und erinnerte sich an den alten Spruch: "Kaufen Sie gerne englisch ein, dann gehen sie zu Benkenstein." Damit sich auch die finanziell arg gebeutelte Stadt noch ein paar Einkäufe leisten kann, brachten die Narren einen unauffällig auffälligen schwarzen Aktenkoffer mit ins Amt und bescherten der Stadtkasse einen warmen Euro-Regen. Weil die überdimensionierten Scheine leider nichts ins Portmonee passten, wurden Wände und Fenster des Sitzungssaales damit dekoriert. Einen angenehme Atmosphäre für den nächsten Finanzausschuss sollte damit eigentlich garantiert sein... |
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