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Krapp zur PISA-Ergänzungsstudie: „Bestätigung und Anregung für Thüringer Schulentwicklung“
Obwohl der Freistaat in den Vergleich von PISA-Testergebnissen und Notengebung nicht einbezogen war, dürften auch in Thüringen entsprechende Unterschiede in der Praxis der Notenvergabe existieren. Dies kann bis zu einem gewissen Maß durchaus gute pädagogische Gründe haben, bestätigt aber erneut die Bedeutung von zentralen Prüfungen, die in Thüringen seit jeher üblich sind. Gleiches gilt für die Notwendigkeit von Bildungsstandards, die in Thüringen erstmalig in diesem Schuljahr mit Kompetenztests in den Klassenstufen 3 und 6 überprüft werden. Zudem arbeitet Thüringen seit Jahren an bundeseinheitlichen Bildungsstandards mit. Im nationalen Testteil erreichte Thüringen überdurchschnittliche Ergebnisse in den Naturwissenschaften, vor allem in Biologie. Wir führen dies auf die teilweise vorgezogene Stoffbehandlung zurück. Das bestätigt unseren aktuellen Projektansatz, dies durch verstärktes Eingehen auf Phänomene in Natur und Technik schon in den Klassenstufen 5 und 6 zu erweitern und zu vertiefen.
Der Vergleich zwischen den PISA-Anforderungen und dem Thüringer Lehrplankonzept der Lernkompetenzen zeigt große Übereinstimmung. Die Ergebnisse von PISA 2000 in den neuen Ländern deuten darauf hin, dass bei der Umsetzung dieser Anforderungen die verständnisorientierten Lernstrategien an Bedeutung gewinnen sollten. Teil dieser Entwicklung ist auch die Thüringer Leseinitiative. Eine Untersuchung der Studie zielte auf die Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung der 15-jährigen Befragten. Sie sei laut Studie in den jungen Länder geringer als in den alten Ländern. Obwohl hierfür auch außerschulische Faktoren genauer zu analysieren sind, müssen sich offensichtlich unsere Schulen dieser Frage noch stärker zuwenden. Unterricht allein kann das nicht leisten, sodass wir die neu konzipierte Thüringer Schuljugendarbeit verstärkt in diesem Sinne pädagogisch nutzen sollten. Zu den in der Studie dargestellten Ergebnissen bei Computerverfügbarkeit und nutzung ist festzustellen, dass der Start der Bildungsinitiative Thüringen für das 21. Jahrhundert (BIT21) im Jahre 2000 offensichtlich punktgenau platziert war. Inzwischen ist die Verfügbarkeit von 23 auf 13 Schüler pro Computer weit über den Bundesdurchschnitt gestiegen und das Konzept Medienkunde in den Klassenstufen 5, 6 und 7 eingeführt.“ |
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