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Schlossverein zeigt sich kämpferisch Allerletzter Versuch zur Rettung des Zentralgebäudes geplant
Bevor sich die Mitglieder aber zu diesem Beschluss durchgerungen hatte, machten sie noch einmal auf das Behörden-Hickhack, dass es es im Vorfeld gegeben hatte, aufmerksam. Mit einer schildbürgerlich anmutenden und auch faktisch unerfüllbaren Forderung hatte die Kommunalaufsicht die Stiftung monatelang am bürokratischen Arm verhungern lassen. Sie forderte einen Übertragungsvertrag für das Schloss zwischen der Stadt - und der noch gar nicht genehmigter und damit auch nicht rechtsfähigen - Stiftung. Dr. Müller konnte sich des Eindruckes nicht verwehren, dass es sich dabei nicht mehr nur um Kurzsichtigkeit der Behördern, sondern vielmehr sogar um bewusstes Agieren und Hintergehen des bürgerschaftlichen Engagementes handelte. Und eines war Müller unumstößliche Tatsache: Wer auch immer etwas nicht oder viel zu zögerlich getan hat, nahm nicht nur den weiteren Verfall von Blankenhains bedeutendstem Denkmalschatz in Kauf, sondern zugleich den Abriss des Zentralgebäudes.
Dazu komme, dass auch in Blankenhain selbst weder von amtlicher noch von politischer Seite das kleinste Signal komme, aus dem ersichtlich sei, dass es ein Nachdenken über die notwendige Entwicklung der Stadt gibt. "Wir müssen es nüchtern zur Kenntnis nehmen: Entweder hat niemand zugehört, niemand gelesen, niemand die einmalige Chance erkannt, nicht die beteiligten Behörden und nicht die maßgebenden Leute in Blankenhain - oder die Blankenhainer Initiative ist gezielt hintertriebenworden", so der Vereinsvorsitzende. Doch Bürgerschaftliches Engagement sei nicht beliebig abrufbar, wenn es gebraucht werde - und könne auch nicht gekündigt werden, wenn es unbequem sei. Zustimmung bei den Mitgliedern und Interessenten, die im Gegensatz zu Stadträten oder Vertretern der Verwaltung zahlreich den Weg in den Saal der Schwarzaer Gaststätte gefunden hatten. In Blankenhain selbst gebe es weder von amtlicher noch von politischer Seite das kleinste Signal, aus dem ersichtlich sei, dass es ein Nachdenken über die notwendige Entwicklung der Stadt gibt. "Wir müssen es nüchtern zur Kenntnis nehmen: Entweder hat niemand zugehört, niemand gelesen, niemand die einmalige Chance erkannt, nicht die beteiligten Behörden und nicht die maßgebenden Leute in Blankenhain - oder die Blankenhainer Initiative ist gezielt hintertriebenworden", so Dr. Müller. Trotzdem lautet die Devise des Vereins jetzt erst recht: Nicht aufgeben! Auf dem Weg zum Ziel zeigt sich der Verein zwar kompromissbereit, hält aber an seinen Satzungszielen fest. Der Erhalt des Schlosses als dem kostbarsten Besitz der Blankenhainer und seine Nutzung als Bürgerzentrum haben oberste Priorität. Weil ein Neubau anstelle des stadthistorisch wie städtebaulich wichtigen Zentralgebäudes nicht förderfähig und deshalb für die gebeutelte Stadt keine Alternative sei, die Mittel für die Unterhaltung des Schlosses aber nach wie vor nur mit der Betreibung des Zentralgebäudes erwirtschaftet werden können, müsse der einst als Klinik errichtete Bau rasch gesichert, saniert und vermietet werden. Voraussetzung dafür ist, dass die Bürgerstiftung nung unverzüglich ohne die Immobilie Schloss gegründet und genehmigt werden. Außerdem muß ihr das Recht zur Nutzung der Immobilie auf die Stiftung übertragen werden. Da für die neue Stiftung ein Kapital von mindestens 35 000 Euro nötig ist, derzeit aber erst rund 25 000 Euro im Topf liegen, haben die Vereinsmitglieder den Vorstand ermächtigt, den fehlenden Anteil am Stiftungskapital zu zeichnen. Mit Zeit und Geduld ist es beim Verein indes jetzt aus. "Noch einmal lassen wir uns nicht von der Bürokratie hinhalten", zeigt sich Dr. Müller kämpferisch. Wenn nicht spätestens in einem Vierteljahr die Genehmigung für die neuen Stiftung vorliege, soll die Behörde vom Schlossverein "einen blauen Brief" erhalten. |
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