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Jubiläum auf der Mattscheibe
Bad Berkas Lokalfernsehen feiert Geburtstag
(2003-03-10 | br) - Seite 2/2
Auch der aus Blankenhain stammende Bundeswehr-Soldat hat großen Anteil am Erfolg der Sendung. Stefan Eberhardt springt immer dann ein, wenn Kollege Ruppe wegen Terminüberschneidungen oder anderer Aufgaben eine Veranstaltung nicht wahrnehmen könnte. Und der weiß die Aufnahmen dann trotzdem in guten Händen schließlich haben beide gemeinsam schon viele Projekte verwirklicht. Neben Videofilmen über die Festumzüge in Blankenhain und Umgebung sind auch die privaten Internetseiten der Stadt und einigen Firmen auf ihren Computer entstanden.
Mit den Filmaufnahmen allein ist natürlich keine Sendung zu machen. Die Beiträge müssen noch redaktionell bearbeitet, vertont und geschnitten werden, wobei letzteres mittlerweile ausschliesslich digital am Computer geschieht. Vor dem Studiodreh mit Moderation der Filmbeiträge am jeweils letzten Freitag im Monat, erstellt Fred Ruppe noch ein Storyboard, in dem der genaue Ablauf der Aufzeichnung dokumentiert wird. Dann herrscht in dem kleinen Studio in der Bad Berkaer Parkstraße absolute Ruhe, wenn vier Scheinwerfer Ina Schuboth ins rechte Licht rücken, die Canon XL 1s Videokamera läuft und er ihr die Zeichen gibt: "Kamera läuft, Ton läuft. Achtung, Aufzeichnung... und bitte..."
Manchmal bleiben natürlich auch Pannen nicht aus, gestehen beide und erinnern sich schmunzelnd an eine Szene, die ganze 24 mal wiederholt werden musste, weil Ina sich immer wieder im Text verhaspelte oder lautes Lachen von ihr Besitz ergriff, weil laut Beitragstext der Teilnehmer einer Sportveranstaltung "seine Eier nicht bei sich behalten konnte." Die Zuschauer können über einige dieser sogenannten "outtakes", also verpatzte und herausgeschnittene Szenen in der Jubiläumssendung sicher amüsieren. Dafür, dass zumindest von technischer Seite her Pannen vermieden werden, zeichnet sich der Techniker der Antennengemeinschaft verantwortlich. "Werner Feuerstein ist der wichtigste Mensch hier, ohne ihn läuft gar nichts", streicht Fred Ruppe auch dessen Verdienste heraus.
Zur Aufzeichnung der Sendung am 28. Februar lief alles glatt scheinbar ist die 13 doch eine echte Glückszahl. Die einzige Szene, die nicht im Storyboard stand, war das Ende der Sendung, als Ina Schuboth vor noch laufender Kamera von Fred Ruppe für ihre bisherige Arbeit und Treue zur Sendung einen großen Blumenstrauß überreicht bekam, über den sie sich auch riesig freute. Auch Hans-Wolfgang Schulze, der noch bis Juli redaktionell für Berka TV tätig war, war zur Aufzeichnung eingeladen. Auch wenn der Medienmanager heute im Ruhestand ist, kann er sich noch nicht so ganz von "seinem Baby" trennen.
Er ist meistens der erste, der kurz nach der Premierenausstrahlung am Montagmorgen um 10.00 Uhr in der Redaktion anruft und Fred Ruppe ganz ungeschminkt seine Meinung zur Sendung kundtut. Der freut sich über das weitere Engagement des eigentlichen Stadtreporter-Gründers, denn "gesunde Kritik ist immer gut und hilft, unsere Arbeit zu verbessern." Und auch die Zuschauer geben regelmäßig ein Feedback zur Sendung ab, die vier Mal täglich ausgestrahlt wird. Immerhin erreicht der Infokanal mit 2700 angeschlossenen Haushalten eine 95-prozentige Abdeckung und ist auch in beiden Kliniken zu empfangen. Hatte die Redaktion zum Sendestart noch Mühe, die damals 20 Minuten Sendung zu füllen, muss Ruppe heute schon selektieren, was ausgestrahlt wird.
Bei den Veranstaltungshinweisen und redaktionellen Zuarbeiten haben sowohl die Kurverwaltung als auch der Kulturkreis Bad Berka einen großen Anteil, betonte Fred Ruppe die gute Zusammenarbeit mit beiden Einrichtungen, mit denen es mehrmals wöchentlich Treffs und Absprachen gebe. Zum bewährten Sendeschema mit einem Rückblick auf den vergangenen Monat und eine Veranstaltungsvorschau gesellt sich nun eine Rubrik, in der auch alte Schmalfilme über Bad Berka vorgestellt werden. Ab März wird jetzt zusätzlich in der zweiten Monatswoche die Sendung von vor genau einem Jahr über den Bildschirm flimmern.
Das gesamte Projekt wird von der Antennengemeinschaft getragen und finanziert sich neben den Mitgliedsbeiträgen auch mit Werbeeinnahmen. Nachdem sich zu den Videotexttafeln nun auch schon Videowerbung gesellte, denkt Ruppe daran, die Zusammenarbeit in dieser Richtung mit den regionalen Touristikern zu intensivieren. So sollen u. a. gemeinsam mit der Kurverwaltung und den "Ilmtalern" Präsentationsvideos über Bad Berka und den Ilmradweg entstehen. Sogar Gedanken an eine erste Live-Sendung hegt das Team bereits, wenn es in die Zukunft blickt. Als Kandidaten für diese Premiere haben sie das Parkfest im Juni avisiert.
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