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37. Stadtratssitzung in Bad Berka Finanzhilfen für Gymnasium und Ilmtreff beschlossen / Eklat beim Widerruf von Ehrenbürgerschaften
Keinen Zuschuss sondern einen Überbrückungskredit wird es für den angeschlagenen Ilmtreff geben. Mit den 12.000 Euro, die dem Verein bis zum 30. Juni 2003 vorgestreckt werden und den Zahlungen aus dem nun bestätigten Kreishaushalt sei das Überleben der Jugend- und Freizeiteinrichtung zumindest für dieses Jahr gesichert, erklärte Bürgermeister Klaus Lutterberg.
Beinahe zu einem Eklat kam es bei der Abstimmung über die Aberkennung von Ehrenbürgerrechten. Die am 4. Mai 1933 erfolgte Ernennung von Adolf Hitler, Reichspräsident von Hindenburg und Staatsminister Wächtler zu Ehrenbürgern der Stadt Bad Berka sollte auf Antrag des Bürgermeisters widerrufen werden. Für Wirbel sorgte dann der von Lothar Stark (CDU) gestellte Antrag, Reichspräsident von Hindenburg als Ehrenbürger der Kurstadt zu belassen.
Gänzlich unbeteiligt an dieser Abstimmung war Stadtrat Otto Piotrowski, der den Saal verlassen hatte. Er scheitere zu Beginn der Debatte mit seinem Änderungsantrag zum Beschlusstext. Darin sollte deutlich erklärt werden, dass die Existenz der diskutierten Ehrenbürgerschaften bis dato unbekannt war. Seinem Wissen nach wären sie bereits nach der Kapitulation des Nazi-Regimes annulliert worden. Der PDS-Stadtrat wollte sich nicht vorwerfen lassen, vom aktuellen Bestehen oder der Reaktivierung dieser Ehrenbürgerschaften gewusst und sie geduldet zu haben. Hinweis: Weitere Notizen aus der Ratssitzung folgen in einem separaten Artikel. |
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