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Wehr braucht die SAM Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Kranichfeld
In den Einsätzen fallen die neuen Strukturen jedoch kaum ins Gewicht. Hier stehen die Kameraden aller drei Wehren gemeinschaftlich ihren Mann egal ob bei der Ausbildung oder im Einsatz. Auch in Kranichfeld zeigt die Statistik, dass sich die Aufgaben der Floriansjünger immer mehr in den Bereich des erweiterten Katastrophenschutzes verschieben. Meist wurden die 62 Männer und 6 Frauen der Einsatzabteilung zu Verkehrsunfällen, dem Beseitigen umgestürzter Bäume oder Ölspuren und auch dem Auspumpen von Kellern gerufen. Auf 23 solcher Hilfeleistungen kam 2002 (glücklicherweise) nur ein Brandeinsatz. Wehrführer Ralf Bohs führte das vor allem auf die verbesserte Ausstattung der Haushalte mit Brandmeldern und erweitertes Gefahrenbewusstsein zurück.
Mit den wenigen Kameraden, die sich kaum noch am Dienst beteiligen, will man sich in den nächsten Wochen auseinander setzen. Im schlimmsten Fall müssen sie mit einer Entpflichtung rechnen, denn „im Notfall muss sich jeden auf seinen Kameraden verlassen müssen“, betonte Jürgen Zillinger. Doch die Arbeit der Wehren beschränkt sich nicht nur auf Brand- und Katastrophenschutz. Sie übernehmen auch die Absicherung von Großveranstaltungen wie dem Rosenfest, der Beachparty und dem Highfield-Festival am Staussee Hohenfelden.
Die 20 Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilung haben sich unter der Leitung von Karl-Heinz Siegmund aktuell einer ganz besonderen Aufgabe verschrieben. Sie restaurieren ein altes S4000-LF16 Einsatzfahrzeug, mit dem sich der Verein am großen Festumzug zum 120. Kranichfelder Rosenfest und zum 1000-Jahr-Feier der Partnerstadt Höchstadt präsentieren will. In Kranichfeld stehen wie im Vorjahr auch wieder knapp 54.000 Euro für Brandschutz zur Verfügung. Trotzdem sieht der Stadtbrandinspektor mit Sorge in die Zukunft. Die SAM-Stelle im Gerätehaus hat sich gerade auch wegen dem gestiegenen Anteil an Organisationsarbeiten und Technikwartung sehr bewährt. Sollte sie aber aufgrund der Lage des Arbeitsmarktes in Zukunft wegfallen, „können wir tagsüber keine umfassende Einsatzbereitschaft mehr gewährleisten“, gab Jürgen Zillinger zu bedenken.
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