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Stellenwert von Bildung heben Beim 2. Thüringer Lehrertag in Erfurt standen Fragen der Erziehung im Mittelpunkt
"Den politisch Handelnden muss klar sein, dass neue gesetzliche Regelungen, Vergleichstests, mehr Ganztagsschulen, Strukturänderungen und mehr gemeinsamer Unterricht allein wenig bewirken, wenn sich nicht gleichzeitig die Rahmenbedingungen für Schule und Bildung spürbar verbessern", forderte der Vorsitzende des tlv thüringer lehrerverband Rolf Busch gestern in Erfurt. Mit Verweis auf die schulgesetzlichen Neuregelungen in Thüringen stellte der tlv Vorsitzende weiter fest, dass es sich im Wesentlichen nur um "neue Verpflichtungen und erweiterte Aufgaben" für die Pädagoginnen und Pädagogen im Lande handelt, wobei viele Regelungen durchaus zu begrüßen seien.
"Schule allein kann nicht richten, was in der Gesellschaft nicht mehr geleistet werden will oder kann. Ohne eine spürbare Hebung des Stellenwerts von Bildung und des gesellschaftlichen Ansehens von Schule im Allgemeinen, von Lehrerinnen und Lehrern im Besonderen, ohne die ernsthafte Einbeziehung in die Entwicklung und Umsetzung dieser Reformen all derer, die diese umsetzen sollen, wird das deutsche und das thüringer Bildungssystem auch in Zukunft nicht wieder fit", resümierte Busch. Die Proteste thüringer Schülerinnen und Schüler gegen den Irak-Krieg wertete Busch als ermutigenden Beweis für Kritikfähigkeit, Zivilcourage und aktiven politischen Einsatz unserer Schuljugend. Er appellierte an Schulleiterinnen und Schulleiter, bei Fernbleiben von Schülern vom Unterricht wegen Teilnahme an einer Friedensdemo keine Schulstrafen zu verhängen und die Zeit des deswegen unentschuldigten Fernbleibens vom Unterricht nicht auf einem Zeugnis zu vermerken. |
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