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Ein Jahr nach Gutenberg ThILLM schließt mit Krisenplänen für Thüringer Schulen empfingliche Sicherheitslücke
Im Juni 2002 wurde unter Federführung des Thüringer Instituts für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (ThIllm) in Bad Berka eine Arbeitsgruppe zur Entwicklung von Krisenplänen für den Bildungsbereich eingesetzt. Die Aufgabe bestand darin, alle denkbaren Notfallszenarien, die Schulen betreffen können, zusammenzustellen und für diese Fälle jeweils praktikable, handhabbare und leicht umzusetzende Handlungsmodelle zu entwerfen.
An der Arbeitsgruppe haben Experten verschiedener Handlungs- und Verantwortungsebenen ressortübergreifend zusammengearbeitet, weitgehend in personeller Kontinuität des Notfallteams, das nach dem Massaker am Gutenberg-Gymnasium aktiv geworden ist. Einem Redaktionsteam um den Leiter des Staatlichen Schulamtes, Herrn Ilk, sowie den Leiter der Polizeiinspektion Jena, Herrn Treunert, gelang in kürzester Frist die Erarbeitung schulischer Notfallpläne, die bundeweit bislang einmalig sind. Der Loseblatt-Ordner "Umgang mit Krisen und Notfällen an Schulen - Checklisten, Arbeitsmaterialien, Arbeitshilfen (ThILLM - Materialien Nr. 75), konnte dem vielfachen Wunsch von Schulleitern und Lehrern entsprechen, bereits im Januar 2003 den Thüringer Schulen und allen weiteren Einrichtungen und Behörden, die in das Krisenmanagement einbezogen sind, zur Verfügung gestellt werden. Die Anwendung der Pläne setzt über die technische auch die inhaltliche Implementierung voraus. Deswegen werden derzeit unter Federführung des ThILLM Fachfortbildungen für alle Thüringer Schulen angeboten, um mit den in den Notfallplänen enthaltenen Szenarien und Handlungsabläufen vertraut zu machen, Krisenteams auf der Schulamts- und Schulebene zu bilden, Zuständigkeiten innerhalb und außerhalb der Schulen zu klären und die Zusammenarbeit mit Behörden und Dienststellen zu erproben. Schulen so zu stärken, dass sie im Fall des Falles handlungsfähig bleiben, ist das zentrale Anliegen der Thüringer Krisenpläne für den Bildungsbereich. Die große Resonanz, die sie mittlerweile im In- und Ausland gefunden haben, belegt, dass mit den vorliegenden Materialien eine empfindliche Sicherheitslücke geschlossen werden konnte. |
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