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Schulmassaker von Erfurt nicht ungehört lassen Offener Brief an alle Eltern und Erziehungsberechtigten
Was vor einem Jahr in Erfurt geschah, dürfe nicht vergessen werden, sei aber kein Grund für Panikmache oder eine Neuauflage von einseitigen Schuldzuweisungen, betonen Ludwig Eckinger und Rolf Busch. "Wir setzen darauf, dass aus der Nachdenklichkeit eine größere Bereitschaft für ein konstruktives Verhältnis zwischen Schule und Eltern erwachsen ist."
In dem Offenen Brief bestärken Eckinger und Busch die Eltern darin, Mut zur Erziehung zu haben: "Erziehen heißt entscheiden... Maß des Handelns ist das Wohl des Kindes, die Stärkung seiner Persönlichkeit für ein Leben in der Gemeinschaft. Wir stehen in der Pflicht - ein jeder an seinem Platz-, jedem Kind Achtung, Liebe und Geborgenheit zu vermitteln und Vertrauen aufzubauen. Gleichzeitig rufen die Verfasser des Briefes zu einer engeren Zusam-menarbeit zwischen Lehrerinnen und Lehrern und den Eltern auf. "Schule hat eine Chance, wenn Gewalt in Wort und Tat geächtet wird. Schule muss auf Konsequenz setzen können und darf dabei nicht allein gelassen werden." Zu Grunde gelegt wird dabei das Verständnis von Schule als Haus des Lernens. Schule dürfe nicht auf eine Prüfanstalt reduziert werden, sondern müsse sich als Polis, als Ort demokratischen Mitwirkens und Gestaltens profilieren. |
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