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"Oft kannten wir nur die Vornamen" Gedenkstein für die Opfer des 2. Weltkrieges in Kranichfeld eingeweiht
Mit einer ökumenischen Feier auf dem Friedhof wurde das durch 1815 Euro Spenden von Einwohnern, Firmen und Vereinen finanzierte Mahnmal für die Opfer des 2. Weltkrieges eingeweiht. Zu Beginn läuteten die Glocken der St.-Michaelis-Kirche und fast schien es beim Trompetensolo von Torsten Licht im Nieselregen, als zeige auch der Himmel späte Trauer um die Opfer der teuflischen Ideologie des Krieges.
Aus den ehemals 147 ermittelten Gefallenen und Vermissten der Zwei-Burgen-Stadt sind durch sorgsame Recherche und vielen Gesprächen in der Bevölkerung schließlich sogar 190 geworden. "Oftmals kannten wir nur den Vornamen", erinnert sich Albrecht Herbst (80 Jahre) an die schwierige Vorarbeit und lobte ausdrücklich die Hilfe von Käthe Lippold, die in akribischer Kleinarbeit alle Namen von Grabsteinen des Friedhofes abgeschrieben hatte. Mitstreiter Fritz Pfeiffer (77), der 40 Prozent seiner Kameraden im Krieg verloren hat, versprach, dass der Stein noch um eine Namenstafel ergänzt werden soll. Die Kosten in Höhe von 5000 Euro sollen wiederum mit Spenden abgedeckt werden. Vor dem Beginn der Einweihung hatte ein Unbekannter dazu mit der nicht unbedeutenden Summe von 2000 Euro schon den ersten Schritt getan. Unverständlich war vielen Bürgern am Samstag hingegen, warum nur die Stadträte Wolfgang Doblaski, Klaus Stößel und Karin Trommer den Weg zur Feierstunden gefunden hatten. |
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