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SPD-Fraktion fordert intensivere Behandlung der DDR-Geschichte im Schulunterricht
Es sei für ihn nicht hinnehmbar, so Döring, dass nach einer aktuellen Analyse die Lehrpläne in Baden-Württemberg immerhin 13 Themen zur DDR-Geschichte enthielten, diejenigen der ostdeutschen Länder aber nur zwischen vier und sechs DDR-Themen. *Die Lebenswirklichkeit der ostdeutschen Kinder und Jugendlichen weist heute kaum noch Bezüge zur DDR-Vergangenheit auf", sagte der Bildungsexperte. Daher komme der Schule in den neuen Ländern eine hohe Verantwortung bei der Vermittlung eines differenzierten Bildes der DDR-Geschichte zu.
Wichtig sei für ihn nicht nur eine intensive schulische Auseinandersetzung mit dem politischen und wirtschaftlichen System der DDR, sondern auch die Beschäftigung mit dem Alltagsleben der Ostdeutschen in der Diktatur. "So gewinnt Geschichte für den einzelnen Schüler an Anschaulichkeit und Fassbarkeit", erklärte Döring. In diesem Zusammenhang wies er auch auf ein Kooperationsmodell hin, dass Brandenburgs Kultusministerium vor einigen Monaten mit dem Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig geschlossen hat. Kern dieses Modells sind die historische Aus- und Fortbildung von Lehrern im Zeitgeschichtlichen Forum sowie die Einbeziehung von Museumsbesuchen in die Unterrichtsgestaltung zur DDR-Geschichte. *Es ist höchste Zeit, dass auch Thüringen ähnliche Kooperationen eingeht", sagte Döring abschließend. |
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