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Streik folgen Austritte
Erster Thüringer Metallarbeitgeber zieht Konsequenzen
(2002-06-25 | br)
Weimar (itn/at) - Der Streik für die 35-Stunden-Woche in der ostdeutschen Metall- und Elektroindustrie geht weiter - wenn auch in geringerem Maße. In Thüringen hat jetzt der erste Arbeitgeber Konsequenzen gezogen. Nach ANTENNE THÜRINGEN-Informationen ist das Unternehmen Beyeler mit Sitz in Gotha aus dem Thüringer Metallarbeitgeberverband ausgetreten. Damit ist der Hersteller von Blechverarbeitungsmaschinen nicht mehr an den Flächentarifvertrag gebunden.
Die 130 Mitarbeiter werden im kommenden Jahr vermutlich einen Haustarifvertrag erhalten. Die überzogenen Forderungen der IG-Metall nach einer 35-Stunden-Woche seien für die Entscheidung des Unternehmens ausschlaggebend gewesen, so der Hauptgeschäftsführer des Thüringer Metallarbeitgeberverbandes, Lothar Schmidt, zu ANTENNE THÜRINGEN. Seinen Angaben zufolge denken weitere Unternehmen im Freistaat über einen Austritt nach. Für morgen hat die IG-Metall die Beyeler-Beschäftigten zu einem dreistündigen Warnstreik aufgerufen.
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