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Dem Schwamm zu Leibe rücken
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Grundsicherungsarbeiten für 800.000 Euro am Schloss Blankenhain vergeben
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(2003-11-15 | br)
Blankenhain (itn) - Ab Dezember wird im Schloss Blankenhain wieder kräftig gewerkelt. Mit der Vergabe von Bauleistungen in Höhe 800.000 Euro stellte der Stadtrat nach einer Empfehlung des Bauausschusses am Donnerstag die Weichen für die Grundsicherung des historischen Gemäuers. Dazu werden zunächst die vom Schwamm befallenen Decken abgebrochen und durch Stahlbeton ersetzt. Diese wenige Bausubstanz erhaltene Vorgehensweise sei mit der Denkmalpflege abgestimmt und hat den angenehmen Nebeneffekt, dass die Tragfähigkeit erhöht und der Einbau von Brandschutzmechanismen vereinfacht wird.
Im Februar die Erdarbeiten beginnen, bei denen nicht nur die Abwasserleitungen erneuert werden, sondern das Schloss auch an die anderen Medien wie Wasser, Strom und Telekommunikation angeschlossen wird. Das alte Kalksteinpflaster im Innenhof wird nach seinen Aufbruch zwischengelagert und nach dem Abschluss der Erdarbeiten wieder eingebracht.
Alle Fenster und auch die Außentüren im Schlosshof sind nicht mehr zu aufzuarbeiten und müssen komplett erneuert werden. Restauriert und nur teilweise erneuert werden hingegen die Fassaden im Innenhof. Die Finanzierung dieser eigentlich nicht der Grundsicherung zugehörigen Aufgabe wird von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz übernommen.
Ingesamt werden die Arbeiten zehn Monate dauern und nach öffentlicher Ausschreibung von Firmen aus Niederzimmern, Großobrigen, Weimar und Lengefeld ausgeführt. Der größte Kostenanteil fällt mit mehr als 400.000 Euro auf die Beton-, Maurer- und Putzarbeiten, denn mehr als 80 Prozent aller Denken im Gebäude sind vom Schwamm befallen und müssen neu eingezogen werden.
Finanziert werden die Baumaßnahmen vor allem durch Fördermittel. Aus der Städtebauförderung kommen 690.000 Euro, die Denkmalpflege investiert 41.000 Euro in die Innenhof-Fassaden und weitere Gelder kommen aus einer so genannten BSI-Maßnahme. Die mit 110.000 Euro bezifferte „Beschäftigung schaffende Infrastrukturmaßname“ ist eine neue Form der Vergabe-ABM und drückt den eigentlichen Kostenanteil der Stadt selbst an den Bauarbeiten auf 28.000 Euro, die im Haushalt bereits eingestellt sind.
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