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Dicker Turm leuchtete bis nach Stedten
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Förderkreis Oberschloss Kranichfeld veranstaltete 1. Schlossweihnacht
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(2003-12-15 | br)
Kranichfeld (itn) - Immer der Nase nach ging es am Samstag für viele Besucher des Oberschlosses Kranichfeld. Der Duft von Glühwein und Waffeln wies ihnen vom überfüllten Parkplatz den Weg zur Burg, die von Schwedenfeuern und Lichterketten in einen märchenhaften Schein getaucht war. Mit der 1. Schlossweihnacht wollte der Förderkreis Oberschloss nicht nur den Veranstaltungskalender der Stadt bereichern, sondern auch Spenden für die Restaurierung der im September zurückgekehrten romanischen Säulen sammeln.
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| Marktbesucherin Natalie Schulz (5) aus Rittersdorf zeigte keine Scheu vor dem Weihnachtsmann und durfte sogar selbst in den Gabensack greifen. |
Die 15 Stände des kleinen und gemütlichen Weihnachtsmarktes auf dem Burgvorhof wurden zum Großteil von Vereinsmitgliedern betreut und boten neben selbst gebackenem Stollen, Waffeln, Schokoladenfrüchte, Glühwein, Honig und Senf aus Kleinhettstedt auch Holzspielwaren, Schiefer und Schafwollprodukte an.
Dass einige Marktbesucher bei Fortuna einen echten Stein im Brett hatten, zeigte sich auch bei der Tombola. 19 Gewinne in 20 Losen fand ein Mann, der seine Preise dann in einem großen Wäschekorb von dannen tragen musste. Eher Mut anstelle von Glück brauchten einige jüngere Besucher, die dem Weihnachtsmann, der dem Weihnachtsmarkt kurz nach 17 Uhr einen Besuch abstattete, mit gehörigem Respekt begegneten.
Nicht nur vor dem Schloss, auch im altehrwürdigen Gemäuer herrschte reges Treiben. Der Verein bot Sonderführungen an und im Palas traten die Kranichfelder Pünktchen unter Leitung von Alice Müller-Schilling mit einem Puppenspiel und Gitarrenkonzert auf. Spätestens mit dem Einbruch der Dunkelheit richteten sich dann alle Blicke auf den illuminierten Dicken Turm, in dessen luftiger Höhe Torsten Licht und sein Sohn Ronny (11) stimmungsvoll in ihre Trompeten bliesen und der sogar bis nach Stedten zu sehen war.
Vereinvorsitzende Christiane Czypionka zeigte sich vom Erfolg der 1. Auflage der Schlossweihnacht zufrieden. Auch wenn sie sich die Mitglieder statt des Regens lieber Schnee gewünscht hätte, sind sie ihrem Ziel, die auf Anfang des 13. Jahrhunderts datierten Säulen umfangreich zu restaurieren und an ihrem ursprünglichen Ort wieder einzubauen, bereits ein kleines Stück näher gekommen. Eine der Säulen, die alle in zwei Stücke zerbrochen sind, befindet sich schon in Friedrichroda und wird im Rahmen einer Diplomarbeit wieder instand gesetzt. Möglich haben das die eingegangenen Spenden zum Tag des offenen Denkmals und ein Zuschuss aus Mitteln der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten gemacht.
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