|
||||||||||||||||||
|
Home
Das Mittlere Ilmtal Ausflugsziele
|
„Letztes Wochenende war der Ansturm bei schlechtem Wetter noch eher verhalten“, erklärte sich Lutz Hildebrandt aber mit bis zu 600 Besuchern am Tag doch zufrieden. Der Geschäftsstellenleiter der Vermarktung der landwirtschaftlichen Direktvermarkter Thüringens hatte am Samstag alle Hände voll zu tun. Der Verein war in die Fußstapfen der im Frühjahr geschlossenen Tonndorfer Baumschule getreten und diesmal nicht mehr nur Markthändler sondern auch Organisator des weihnachtlichen Treibens.
Dass der kleine aber feine Markt nicht mehr nur bei Einheimischen als Geheimtipp gilt, bewiesen die Kennzeichen der sich unablässig durch den Wald quälenden Autoschlange. Von Weimar, Erfurt bis nach Gotha reichte die Heimat der Baumjäger, die mitten im Forst bei Tonndorf ihr Glück suchten. Hildebrandts fleißige Helfer wiesen Stellplätze zu, deckten matschige Bereiche mit Reisig ab und hatten vor allem beim Baumverkauf alle Hände voll zu tun. Der Trend hin zu edleren Bäumen hat sich auch in diesem Jahr fortgesetzt. Besonders gut ging die Nordmannstanne (ab 10 Euro/Meter), gefolgt von der Blaufichte. Wer bei den vorbereiteten Bäumen, die die Baumschule Willi Wulf aus Sömmerda mehrmals am Tag angeliefert, nicht fündig wurde, griff zu Säge oder Axt und machte sich im Wald selbst auf die Suche. Gleich nach dem passenden Baum stand für viele nun ein Bummel über den Weihnachtsmarkt auf dem Programm. In rustikaler Atmosphäre mit Lager- und Schwedenfeuer boten knapp zwanzig Stände der landwirtschaftlichen Direktvermarkter eine breite Produktpalette feil, die Bionudeln, Räucherkäse und Senf bis hin zu Tee und Honig reichte. Nicht wenige, die ihre Festtagsgans oder pute gestern bei einem Becher heißem Apfelsaft in Empfang nahmen, hatten sie schon vor Wochen direkt beim Bauern bestellt. |
|||||||||||||||||