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Das Mittlere Ilmtal Ausflugsziele
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Die Gründe für Entscheidung zur Schliessung von ITN, die mir alles andere als leicht gefallen ist, sind vielfältig. Großen Anteil daran hatten aber auch zwei Gerichtsverfahren wegen möglicher Persönlichkeitsverletzung, in die ich als Beklagter verwickelt wurde und die mich alles in allem einen höheren vierstelligen Euro-Betrag gekostet haben. Kosten, die übrigens weder (m)eine Rechtschutz- noch private Haftpflichtversicherung übernimmt...! recht haben und Recht bekommen
In den letzten Jahren sahen deutsche Gerichte den Schutz des Persönlichkeitsrechts zunehmend wichtiger als das öffentliche Interesse an der Berichterstattung. Durch entsprechende Urteile wird die Presse immer mehr einem zahnlosen Papiertiger degradiert und kann ihre überaus wichtige Kontrollfunktion nicht mehr wahrnehmen. Und was große Institutionen und Prominente machen, ist der Privatperson in Deutschland nur recht und billig. Mittlerweile wird in unserem Land schneller geklagt, als eine Telefonnummer gewählt und ein paar Sätze zur Sachlage gewechselt. Amerika lässt grüßen!
Aber das war nicht der einzige Grund für die Schliessung der Site, die schon seit einigen Monaten zur Debatte steht. Das Hosting schlägt mit einem dreistelligen Betrag im Jahr zu Buche und auch der Zeitaufwand ist nicht zu verachten. Kaum jemand weiß, dass ich für diese Website täglich bis zu zwölf Stunden gearbeitet habe, denn weder fliegen einem die Artikel auf den Tisch, noch knipsen sich die Fotos von selbst. Dazu kommen noch Internetkosten und mehrere hundert verfahrende Kilometer im Monat; ganz zu schweigen von den Kosten für Hard- und Softwareausstattung im Büro. Insgesamt stehen im Monat Kosten in Höhe von mehreren hundert Euro den Einnahmen gegenüber, die exakt NULL Euro betragen. Die Sache mit den Kosten... Genau, Sie haben richtig gelesen - es gibt keine Einnahmen. Warum es keine Bannerwerbung gibt? Ganz einfach. Weil es a) kaum Kunden dafür gibt, es b) den Besucher nervt und c) schon mit nur einem Banner die gesamte Seite einen geschäftsmäßigen Charakter bekommt und steuerlich relevant wäre. Für zwanzig Euro Bannereinnahmen das Finanzamt einschalten und ein Gewerbe anmelden? Glauben Sie nicht? Sollten Sie aber, wir leben in Deutschland...! ;-)
Und falls Sie jetzt zu Zahlen kommen, mit denen Sie über die Runden kommen können, gratuliere - sie haben eine lebensfähige Geschäftsidee geboren und sollten mich anrufen! ;-) Ich hab es nämlich zig Mal gerechnet und bin beim Planspiel immer weit unter den Einnahmen eines durchschnittlichen Sozialhilfeempfängers herausgekommen. Und egal, wie hoch die blauen Balken in der Netstat-Statistik auch sind, damit kann ich mir weder etwas zu essen kaufen noch meine Miete bezahlen. Erinnern Sie sich noch an den Ilmtalboten? Was glauben Sie denn, warum es den nicht mehr gibt? Gerade jetzt, wo ich es geschafft habe, dass sich auch eine private Website zum Thema Nachrichten so etabliert hat, dass sie zu einem Begriff geworden ist und manchmal sogar vor TLZ und TA ;-) über wichtige Termine informiert wurde, bringen die Gerichtsverfahren die Stunde der (wirtschaftlichen) Wahrheit. Sicher, es gibt unzählige Menschen, die auch ehrenamtlich arbeiten, aber diese Stufe war bei ITN - wie oben angeführt - längst überschritten. Und ich glaube nicht, dass es noch andere Website-Betreiber gibt, die sich dieses Hobby ohne mit der Wimper zu zucken, summa Summarum mehrere tausend Euro aus ihrer privaten Tasche kosten lassen.
Im optimalen Fall sind sie aber sogar kritikfähig, erkennen die (berechtige) Kritik an und sind sogar dafür dankbar. Diese Theorie wird aber immer weniger zur Praxis. Viel öfter flattern einem bei investigativer Berichterstattung "teure Schreiben" auf den Tisch. Um auch für diese Fälle gewappnet zu sein, bedarf es eines guten Rechtsbeistandes und mutiger Zeugen der journalistischen Recherche. Erster kostet richtig Geld und bei zweiteren habe ich in vergangenen Jahr die leidvolle Erfahrung machen müssen, dass sie sich "wenn es hart auf hart kommt" plötzlich nicht mehr erinnnern können und auf einmal nur noch sich selbst der Nächste sind. Tja, das ist das Material, aus dem vor Gericht dann Vergleiche geschmiedet werden... ;-) "Weichspül"-Berichterstattung? Nicht mit ITN! Mangels Einnahmen hat ITN kein Geld für eine "Rechtsabteilung" wie die großen Verlage. Um Rechtsstreiten, die man sich nicht leisten kann, aus dem Weg zu gehen, dürfte also nur noch "Gutes" geschrieben werden. Das widerspricht nicht nur den Grundsätzen der Presse sondern auch meinen Prinzipien, was unweigerlich zur Konsquenz der Schließung der Site führt(e).
Zum Schluss sei allen da draußen noch eines gesagt: Das Ende der Ilmtalnews beruht nicht auf Zorn oder Bitterkeit über die juristischen Ereignisse. Die haben lediglich das berühmte Tüpfelchen auf das "i" der o. g. eher nüchternen Fakten gesetzt und das Ende etwas beschleunigt. Denn durch sie fehlt mir heute die finanzielle Kraft, diese Website am Leben zu erhalten. Die Arbeit an ITN hat mir immer großen Spass gemacht hat und war ein wichtiger Teil meines Lebens - bis heute... :-( Ich hoffe sehr, dass wir uns irgendwann einmal vielleicht an anderer Stelle wiederlesen. Bis dahin wünsche ich unseren Lesern ein erfolgreiches und gesundes neues Jahr! Marc Brehme P.S. Sie wollen Ihre Meinung zu(r Schliessung von) ITN loswerden? Dann tragen Sie sich bitte in unser Gästebuch ein. Service for our foreign language readers:
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