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Tagebuch / News
Juni 2006
2006-06-07 / Mittwoch
Heute morgen 9.41 Uhr war es soweit. Im Uniklinikum Erlangen musste ich, Sohnemann Tim Luis, trotz aller Proteste meine gute Stube räumen. So kam ich aus dem gemütlichen Einzimmer-Appartement in Mamas Bauch raus und wurde in die Arme meiner glücklichen Eltern Daniela und Marc gelegt. Bei der Geburt wog ich 4040 g und war 52 Zentimeter lang. Schließlich sollen meine Eltern ja auch etwas von mir haben!

Tim Luis im Babybettchen im Krankenhaus

Jetzt mache ich den ganzen Tag das, was ich am besten kann: Essen, schlafen und die Wirtschaft ankurbeln. Jedenfalls was Umsatz von Windeln und so einem Zeugs angeht.

Im Namen meine glücklichen Eltern sage ich schon eimal für die zahlreichen Glückwünsche und Geschenke zu meiner Geburt recht herzlichen Dank! Wenn ich mit Mama voraussichtlich am Wochenende nach Hause darf, kommen mich auch schon meine Großeltern besuchen. Da freue ich mich schon drauf.

Verschlafene Grüße senden

Tim Luis, Mama Daniela und Papa Marc

2006-06-06 / Dienstag
Quinny Speedi SX in Blue LagoonSo, morgen ist der große Tag! Die Tasche ist gepackt, der Kinderwagen auch noch rechtzeitig eingetroffen und aufgebaut. Jetzt kann uns nichts mehr aufhalten. ;o) Mein Gemütszustand schwankt zwischen freudiger Erwartung, Neugier und - ja, auch ein bißchen - Angst. Klar. Aber der Rest überwiegt und das ist auch gut so. Trotzdem ist diese Nacht sicherlich nicht unbedingt an viel Schlaf zu denke, dazu bin einfach zu aufgeregt.
2006-06-04 / Sonntag
Mittwoch war ich zum Änästhesiegespräch in der Klinik. Wegen der Narkose zum Kaiserschnitt halt. Es war ein sehr interessantes Gespräch, das mich - trotz der Risiken - beruhigt hat. Die Leute dort verstehen ihren Job. Irgendwie haben sie für jede Eventualität etwas parat, im schlimmsten anzunehmenden Fall verpassen sie mir innerhalb von 30 Sekunden eine Vollnarkose. Total blöd ist, dass mir aber eröffnet wurde, dass Marc nicht mal mit in den Kreißsaal darf. Bisher waren wir davon ausgegangen, dass er mit rein und an meinem Kopfende sitzen darf. Nabelschnur durchschneiden ist bei Kaiserschnur nicht, das war uns schon klar. Es muss halt alles etwas schneller gehen als bei einer normalen Geburt.

Der Geburts-Countdown: Noch drei TageAber dass er jetzt gar nicht mit rein darf und draußen warten muss, bis ich unseren Sohn "raus habe", finden wir schon reichlich doof. :( Warum das so ist? Klar, das habe ich auch gefragt. Antwort: Gerade die Männer werden im Kreißsaal immer wieder zum Problem. Meist klatschen Sie einfach um wie nasse Säcke und dann muss sich das Klinikpersonal nicht nur um die Geburt, sondern auch noch den ohnmächtigen Partner kümmern. Deshalb gibts das - bei Kaiserschnitten- nicht mehr.

Heute sind es noch drei Tage bis zu unserem großen Tag. DREI lange Tage und DREI lange NÄCHTE bis zur Geburt am Mittwoch. Vor allem die machen mir mehr und mehr zu schaffen. Ich kann nicht mehr liegen, nicht mehr sitzen, nicht mehr lange stehen und nicht mehr weit laufen. Eigentlich kann ich gar nichts mehr, ohne außer Puste zu kommen und/oder Schmerzen zu haben. Ob ich nervös bin und aufgeregt, das fragen mich zur Zeit alle Leute. Und komischerweise: nein, bin ich, sind wir überhaupt noch nicht. Vielleicht kommt das ja noch. In der Nacht vom Dienstag zum Mittwoch wird die Nervosität sicher noch zuschlagen. Spätestens, befürchte ich...

Wickelkommode
Bärchenlampe
Wickelkommode und
Bärchenlampe warten schon...

Vorbereitet ist ja alles mittlerweile. Gestern haben wir den Kinderwagen zusammengebaut, der Heizstrahler im Kinderzimmer ist auch dran, die Wickelkommode vorbereitet, der Windeltwister steht bereit. Fehlt eigenlich "nur noch" das Baby... :o)

Seit gestern Abend ist ja auch Burgfest auf dem Oberschloss in Kranichfeld. Das finde ich echt richtig Mist, dass wir da diesmal nicht dabei sein können. Aber es nützt ja nichts. Das Risiko, so kurz vor der Geburt noch einmal nach Hause zu fahren, wollten wir nicht eingehen. Und dann vielleicht noch in Kleinkleckersdorf unterwegs ins Krankenhaus zu müssen, wenn was wäre oder dann vielleicht sogar dort entbinden zu müssen. Grausame Vorstellung! Also haben wir lieber auf diese Tour verzichtet. Trotzdem: Ich denke an euch alle, die ihr unser Burgfest wieder zu einer Attraktion macht und wünsche schönes Wetter und viele viele Besucher! Nächstes Jahr sind wir wieder dabei - dann aber mit Kinderwagen! :o)