topimage
bar

navi
Startseite
Portrait
Aufgaben
Auftrittstermine
Blumenmädchen
navi
Tagebuch
Majestäten
Gästebuch
Kontakt
Impressum
navi

subimage
rose

Tagebuch / News
Mai 2004
2004-05-26 / Mittwoch
Oberschloss Kranichfeld
Während in Kranichfeld schon seit Tagen die Vorbereitungen für das 11. Burgfest auf dem Oberschloss laufen, sitze ich hier im Büro (fest) und kann nichts weiter machen, als das kommende Pfingstwochenende abzuwarten, was wir wieder in Thüringen verbringen werden. Am Sonntag bin ich dann voll und ganz beim Fest mit eingeplant - genauso wie alle anderen gut fünf Dutzend Mitglieder und Helfer. Sonntag und Montag ist Mittelalterfest und Sonntagabend steht neben Musik und Tanz auch eine Feuershow auf dem Programm. Während ich dann auf dem Schloss rackere, soll sich mein Freund in der Heimat endlich wieder einen gescheiten Haarschnitt verpassen lassen. Vom Friseur in Fürth kam er wieder, als wäre er gar nicht erst dran gekommen :-(
2004-05-22 / Samstag
Mahlzeit! Und das meine ich im wahrsten Sinne des Wortes. Heute begeht Thüringen mit einem Fest auf dem Erfurter Domplatz nämlich einen ganz besonderen Tag. Die liebste Gaumenfreude des Freistaates feiert ihren 600. Geburtstag: die Bratwurst. Wieso gerade heute? Naja, irgendwo in den Archiven ist vermerkt, dass die berühmte Speise heute vor genau 600 Jahren, also 1404, zum ersten Mal auf einer Rechnung auftauchte. Die wurde damals mit „darme czu brotwurstin“ betitelt und ging damals an das Arnstädter Jungfrauenkloster. Danach wird wohl das erste zünftige Grillfest seinen Lauf genommen haben... ;-) Übrigens: das älteste Rezept der Thüringer Bratwust stammt sage und schreibe aus dem Jahr 1613. Na dann, guten Appetit! :-)
2004-05-18 / Dienstag
Es ist vollbracht. Unser letzter Auftritt in Amt von Rosenkönigin und Blumenmädchen war fast ein Heimspiel und ist nun Geschichte. Fragt mich nicht, wie ich mich fühle. Ich weiß es nicht so recht und will mir da auch jetzt noch keine Gedanken darüber machen. Ich denke, mir wird das alles erst nach dem Rosenfest so richtig bewusst werden.

Thüringer Rosenköniginnen: Kranichfeld, ega Erfurt, Bad LangensalzaDie ega Erfurt hatte wie schon in den vergangenen Jahren wieder zum Thüringer Frühling eingeladen und 35 Majestäten waren gekommen. Als Hausherrin hielt natürlich ega-Rosenkönigin Marion Stampf das Zepter in der Hand. Bei unserer Rundfahrt in einem Cabrio-Bus quer durch Erfurt gab es mit zahlreiche Zwischenstopps, bei denen immer wieder unablässig die Fotoapparate klickten. So viele Königinnen und Könige bekommen die Erfurter (Touristen) nur selten auf einen Schlag zu sehen. Nach den lukullischen Genüssen im Landesfunkhaus des mdr Thüringen präsentierte uns mdr-Moderator Matthias Kaiser auf der Hauptbühne. Wie immer wurde jede/r von uns vorgestellt und konnte über seine Stadt bzw. sein Produkt berichten. Währenddessen zog sich der Himmel immer weiter zu und wir befürchteten schon, einen kalten Guss abzukriegen.

Hauptbühne mit 35 Majestäten zum Thüringer Frühling auf der ega Erfurt

So, nun aber schnell in den japanischen Garten. Da stand noch das große Gruppenfoto und die Einzel-Fotoshootings auf dem Plan. Ich nutze die Gelegenheit, mit meinen dicksten Freundinnen noch ein paar schöne (Erinnerungs-)Fotos zu machen, denn dieser Auftritt sollte das vorletzte Mal sein, dass ich Kleid und Krone bei einem offiziellen Auftritt trage.

Maike Schumann und Rosenkönigin Daniela ScheuringerAm Freitag, den 18. Juni werde ich zum Rosenfest mein Amt an Maike Schumann weitergeben. Sie hat sich das ganze Spektakel am Samstag in Erfurt noch als Zuschauer angesehen. Ich habe die Gelegenheit genutzt und Maike einigen "Kollegen" vorgestellt, damit sie sich schon einmal beschnuppern können. Ich glaube, sie hat auf der ega schon einen guten Einblick davon bekommen, was für aufregende Tage sie in diesem Amt in den nächsten zwei Jahren erwarten :-) Soweit ich kann, werde ich ihr natürlich gerade in der ersten Zeit mit Rat und Tat zur Seite stehen.

2004-05-13 / Donnerstag
Fliederkönigin Anja II. aus Bad FrankenhausenSo, jetzt habe ich mich vorgestern so über diese Plakate ausgelassen, dass ich ganz vergessen habe, Euch über unseren Auftritt in Bad Frankenhausen zu erzählen. Diesmal war das Rundherum nicht ganz so stressig. Wir sind zwar wieder erst Mitternacht in Kranichfeld angekommen, aber mussten aber erst mittags losfahren. Im nordthüringischen Heilkurort angekommen, wurden wir am Seniorenklub gleich aufs herzlichste begrüßt. Ex-Fliederkönigin Katrin hatte am Vortag ihre Krone mit einem lachenden und einem weinenden Auge weitergegeben. Denn zur Nachfolgerin wurde ihre Freudin gekrönt, die nun als Anja II regiert und traditionsgemäß gleich "ihren" Baum pflanzen musste. Außerdem waren noch Ex-Fliederkönigin Michaela dabei und auch ega-Rosenkönigin Marion.

Begrüßung zum Fliederfest 2004 in Bad FrankenhausenNach dieser Aufforst-Aktion der Grünfläche spazierten wir zum Festzelt und mussten schon unterwegs die ersten Autogramme geben. Der Weg dorthin gestaltete sich ungleich schwierig, da es in der Nacht zuvor wie aus Eimern geschüttet hatte und der Festplatz einem Schlammfeld glich. Uns blieb nichts weiter übrig, als wie die Störche unter Ausnutzung jeder nur möglichen Holzbohle auf dem Weg, ins Festzelt zu staksen. Dort ging es richtig lustig zu. Eine Mini-Playback-Show stand auf dem Programm und die Music-Acts waren wirklich alle sehr gut. Besonders cool fanden wir einen Jungen, der als "Alexander" auftrat und "Behind the Sun" schmetterte.  Es sah echt so aus, als wäre Alex Klaws ein paar Jährchen verjüngt worden... ;-)

Rosenkönigin Daniela und Blumenmädchen Lisa und Marlene auf dem Riesenrad über Bad FrankenhausenNach unserem obligatorischen Bühnenauftritt wollten meine Mädels noch etwas Spass haben. Lisa und Marlene steuerten zielsicher den Rummelplatz mit seinen Fahrgeschäften an. Als erstes war das Riesenrad fällig. Minuten später baumelten wir alle drei in einer Gondel - und zwar satte 50 Meter über dem Festgelände. Von unten sah das doch alles noch viel unbeschwerter aus... Ehrlich gesagt, war ich froh, als die beiden Runden vorüber waren und ich wieder festen - wenn auch sehr matschigen - Boden unter den Füßen hatte. Liebe Michi, liebe Katrin, liebe Anja! Vielen Dank nochmal für die Einladung. Es hat mir sehr gut bei euch gefallen und ich würde mich freuen, wenn wir uns zum Rosenfest bei uns in Kranichfeld wiedersehen würden.

2004-05-10 / Montag
Sorry, Herr Ministerpräsident Althaus, aber das Plakat, was mich am Freitagabend bei meinem Eintreffen in Kranichfeld am Straßenrand begrüßte, war für mich wie ein Schlag ins Gesicht. Da lächeln Sie gemeinsam mit Ihrer Frau im Arm in die Kamera und erklären Sie seien gern: "In Thüringen gern zu Hause."

Plakat "In Thüringen gern zu Hause" der CDU ThüringenDarf ich Ihnen mal was verraten? Ich habe auch gern in Thüringen gelebt. Aber irgendwann zwang mich die wirtschaftliche Situation dazu, meine schöne Heimat aufzugeben. Ich liebe Thüringen. Ich liebe das Weimarer Land und ganz besonders meine Heimatstadt Kranichfeld. Es hat mir bereits damals wie einen Pflock ins Herz getrieben, als ich nach Bayern umziehen musste, aber ich habe das nicht freiwillig getan. Ich würde sehr gern wieder - wie Sie - in Thüringen leben, aber in der aktuellen Situation kann ich das nicht. Ebensowenig wie Hunderte andere junge Menschen, die jeden Monat gen Westen ziehen, weil sie keine andere Wahl haben, um der Arbeits- und drohenden Perspektivlosigkeit zu entkommen.

Plakat der FDP Thüringen zur Abwanderung Heute hat die Thüringer FDP übrigens auch ein Plakat vorgestellt, dass ebenfalls in großen Lettern überschrieben ist. "In Thüringen nicht mehr zu Hause" steht darauf zu lesen. Es lehnt sich damit bewusst das oben beschriebene Plakat des CDU-Ministerpräsidenten an und hat wohl den Wahlkampf in Thüringen endgültig eingeläutet. Ich möchte hier keine Politik machen, aber diese Situation liegt mich wirklich am Herzen: Täglich verlassen 30 Thüringer den Freistaat. Meine Heimat blutet aus! Ich hoffe und wünsche, dass die Landesregierung schnell etwas tut, damit das eines Tages einmal nicht mehr so ist und ich in die Heimat zurückkehren kann, die nicht nur die von Herrn Althaus ist, sondern einst auch die meine war...

2004-05-06 / Donnerstag
Porzellanprinzessin Ariana (Lichte), Kranichfelder Rosenköngin Daniela und Blumenmädchen (Kranichfeld) und Glasprinzession Susann (Lauscha)Ein schönes und gleichzeitig auch anstrengendes Wochenende liegt hinter uns. Wir haben am 2. Deutschen Königinnentag teilgenommen und dort viele, viele bekannte Majestäten getroffen. Thüringen war als zweitstärkste Fraktion im nordhessischen Witzenhausen vertreten und hatte sogar seinen Ministerpräsideten Dieter Althaus mitgebracht, der Schirmherr des Könginnentages war.

So viele bekannte majestätische Gesichter habe ich lange nicht auf einmal gesehen. Ich habe mich riesig gefreut, sie alle wiederzusehen. Als da wären Glasprinzessin Susan (Lauscha), Porzellanprinzessin Ariane (Lichte), Fliederkönigin Katrin (Bad Frankenhausen), Uderslebener Hofdame Evelyn, ega-Rosenkönigin Marion (Erfurt), Möhrenkönig Wolfgang und Soleprinzessin Melanie (Heilbad Heiligenstadt), Wurstkönigin Gabi und natürlich auch alle anderen Blaublütigen ;-)

Bei unserer Ankunft in Witzenhausen waren wir alle noch total müde. Wir waren erst nach Mitternacht in Kranichfeld angekommen und bereits um 5 Uhr klingelt schon der Wecker. Auch Marlene sah ziemlich "knülle" aus, weil sie auch erst am Vorabend von ihrer Klassenfahrt nach Hause gekommen war. Kurz nach 8 Uhr haben wir unsere Zimmer auf dem Hof Carmshausen (6 km vor Witzenhausen) in Beschlag genommen, uns kurz frisch gemacht und sind los in die Stadt. Schließlich stand um 10 Uhr schon unser erster Auftritt auf dem Programm.

Kranichfelder Rosekönigin und Blumenmädchen auf einem Trike in WitzenhausenAuf Trikes (dreirädrigen Motorrädern) sind alle Majestäten zur Hauptbühne gefahren. Eigentlich eine coole Idee, allerdings haben die Organisatoren wohl nicht daran gedacht, dass viele von uns Reifröcke tragen. Das war auf den Benzinkutschen also nicht nur sehr unbequem sondern hätte auch tiefe Einblicke geboten, wenn sich das Kleidungsstück nach dem Aufsetzen wie ein Trichter vor Dir aufstellt. Abgesehen davon hatten Sie bei uns dreien wieder vergessen, dass wir eben zu dritt kommen. Sprich, wir hatten leider kein Trike, dass richtig für uns alle Platz hatte. So quetschten wir uns mehr schlecht als recht auf die Kiste, hileten uns so gut es eben ging fest und überstanden die kurze Fahrt durch die Fußgängerzone am Ende doch relativ unbeschadet.

Im Festzelt haben wir uns alle auf der Bühne aufgestellt und den DJ Ötzi Hit "Hey, Baby" geschmettert. Klang relativ gut und war eine ganz lustige Einlage. Jedenfalls im Gegensatz zu den folgenden üblichen Grußwörtern aus Politik und Wirtschaft. Den Rest des Nachmittages verbrachten wir auf der königlichen Meile. Flanieren, Autogramme geben und das Präsentieren von (Informationsmaterial über) Stadt und Land war angesagt. Zurück im Hotel, raus aus den majestätischen Klamotten und rein in Jeans und Turnschuhe.

Königlicher Abend im Festzelt in WitzenhausenFür den königlichen Abend im großen Festzelt auf dem Rummelplatz war legere Kleidung inklusive Schärpe angesagt. Das war auch gut so, denn trotz heftigem Platzregen draußen war im Zelt echt heiße Stimmung angesagt. Es dauert nicht lange, da hatten die Musiker auf der Bühne den Saal zum Kochen gebracht und die Blaublüter tanzten auf den Tischen. Viele jedenfalls - aber wir nicht. Bereits gegen 22.30 Uhr schliefen uns die Blumenmädchen fast ein, so kaputt waren sie von den Strapazen der vergangenen Stunde. Ehrlich gesagt, ging es uns aber fast genauso. Also Sachen geschnappt und zurück ins Hotel. Am Morgen ging die Kunde, dass die letzen Unentwegten die Party gegen 4.30 Uhr mit schleppendem Gang verlassen hätten. ;o)

Am Sonntagmittag gings mit allen zum Stadion, wo das "große Königinnenfoto" aufgenommen werden sollte. Es dauert schon eine geraume Zeit, bis die mehr als 160 Majestäten platziert waren. Genausolange allerdings auch, bis sich die bestimmt ebenso vielen Hobbyfotografen auf dem Fußballfeld einigen konnte, wer wann wo und wie sein Bild machen kann. Und irgendwie dachte jeder, dass in der großen Meute dort auch ein von den Organisatoren bestellter Profi sei, der das "offizielle große Königinnenfoto" schießt. So sollte es eigentlich sein - aber es kam anders. Als wir uns schon aufgelöst hatten und in Richtung Umzugsstellplatz von dannen strömten, kam eben dieser Fotograf angehetzt. Nur eben ein paar Minuten zu spät. Das heißt, das offizielle Bild gibt es in diesem Jahr wohl nicht...

Das große Königinnenfoto - 2. Deutscher Königinnentag in Witzenhausen 2004

Der Umzug ist eigentlich immer das Schönste an so einem Tag. Für uns war er das aber leider nicht. Nachdem wir unseren Stellplatz gefunden hatten - Thüringen war alphabetisch ganz am Ende platziert - stellte sich heraus, dass die Trikes nicht für alle Teilnehmer reichen. Mitbekommen haben wir das aber auch nur durch Zufall. Betreuer des Umzuges gab es nach dem ersten Viertel des Zuges nämlich nicht mehr. Wären unsere "Könige" nach fast einer Stunde Rätselraten nicht noch kurz vor Beginn des Umzuges losgelaufen und hätten sich erkundigt - wir wären dort hintenvermutlich "dumm gestorben".

Kranichfelder Rosenkönigin beim Umzug zum 2. Deutschen Königinnentag in Witzenhausen 2004Jedenfalls sind wir den Umzug dann alle brav gelaufen und haben uns über die schlechte Organisation geärgert. Nicht etwa, weil wir laufen mussten. Das machen wir ja sowieso meistens. Sondern eher wegen der schlechten Organisation. Sicher können ein paar Trikes ausfallen, die wegen des schlechten Wetters abgesagt haben, aber warum einige zwischendrin gänzlich ohne Fahrgast oder zumindest unterbesetzten gefahren sind, konnten wir alle nicht verstehen. Hätten da in einer Kutsche nicht auch zwei oder drei Majestäten sitzen können? Es ist sicherlich viel Streß, den Deutschen Königinnentag zu organisieren und auf solche kurzfristigen Veränderungen reagieren zu müssen, aber es es sollte sicherlich irgendwie zu managen sein.

Nach einem Auftritt auf der Bühne, vielen, vielen Autogrammen, dem Abholen unsere königlichen Fotos in der Einkaufsstraße und einem leckeren Eisbecher und Zuckerwatte für Lisa und Marlene, machten wir uns am Abend wieder auf den Heimweg nach Kranichfeld und unsere Mädels ausgeladen. Dort kurz frisch gemacht, umgezogen und dann weiter nach Fürth gedüst, wo ich gegen ein Uhr morgens todmüde ins Bett gefallen bin. Es war stressig, aber schön und ich bin stolz darauf, am 2. Deutschen Königinnentag in Witzenhausen teilgenommen zu haben.